Erkältung oder Atemwegsinfekt – oft sind es verstopfte Nase, Druck im Kopf und festsitzender Husten, die den Alltag belasten. Viele greifen dann zu pflanzlichen Arzneimitteln. Eines davon ist GeloMyrtol forte.

Was ist GeloMyrtol forte und wie wirkt es?
GeloMyrtol forte ist ein pflanzliches Arzneimittel zur Schleimverflüssigung bei Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis) und Bronchitis. Der Wirkstoff ist ein Spezialdestillat aus ätherischen Ölen – Eukalyptus, Süßorange, Myrte und Zitrone.
Das standardisierte Myrtol unterstützt die natürlichen Reinigungsmechanismen der Atemwege. Es verflüssigt festsitzenden Schleim und erleichtert dessen Abtransport.
Wie die Schleimlösung funktioniert
Die Wirkstoffe werden nach der Einnahme über das Blut in die Lunge und die Nasennebenhöhlen transportiert. Dort wirken Inhaltsstoffe wie Cineol und Limonen gegen Druckgefühl und festsitzenden Husten.
Zusätzlich regen sie die Flimmerhärchen in den Bronchien an, sodass der gelöste Schleim besser nach außen befördert wird.
Anwendungsgebiete: Sinusitis und Bronchitis
GeloMyrtol forte wird vor allem bei zwei Erkrankungen eingesetzt:
Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis)
Sinusitis geht häufig mit Schmerzen beim Bücken und einem Druckgefühl im Gesicht einher. Das Medikament lässt die Schleimhäute abschwellen und fördert den Abfluss des aufgestauten Sekrets.

Akute Bronchitis
Typische Anzeichen einer akuten Bronchitis mit produktivem Husten sind:
- Rasselnde Atemgeräusche
- Abhusten von gelblichem oder grünlichem Schleim
- Engegefühl in der Brust
GeloMyrtol forte wirkt hier als pflanzlicher Schleimlöser (Expektorans). Wichtig: Schleimlöser und Hustenstiller (Antitussiva) sollten nicht gleichzeitig eingenommen werden. Ein Hustenstiller blockiert den Hustenreflex – der gelöste Schleim könnte sich dann in der Lunge stauen.
Pflanzliche vs. chemische Schleimlöser
Chemische Schleimlöser wie Ambroxol oder Acetylcystein sind wirksam. Pflanzliche Alternativen wie GeloMyrtol forte wirken neben der Schleimverflüssigung auch leicht entzündungshemmend und antimikrobiell.
Einnahme und Dosierung
Die Kapseln sind magensaftresistent – sie lösen sich nicht im Magen auf, sondern erst im Dünndarm. Von dort gelangen die Wirkstoffe ins Blut und werden über die Atemwege ausgeschieden.
Hinweise zur Einnahme
- Wann? Etwa 30 Minuten vor einer Mahlzeit.
- Wie? Unzerkaut mit einem großen Glas kaltem Wasser schlucken. Warme Getränke können die Kapsel vorzeitig auflösen.
- Dosierung: Bei akuten Beschwerden in der Regel 3- bis 4-mal täglich eine Kapsel, bei chronischen Beschwerden 2-mal täglich. Beipackzettel oder Arzt befragen.

Mögliche Nebenwirkungen
Die meisten Menschen vertragen GeloMyrtol forte gut. Gelegentlich können Magen-Darm-Beschwerden auftreten:
- Bauchschmerzen oder Übelkeit
- Aufstoßen mit Eukalyptus- oder Orangengeschmack
- In seltenen Fällen allergische Reaktionen (Hautausschlag, Gesichtsschwellungen, Atemnot)
Den Geschmack beim Aufstoßen lässt sich oft reduzieren, wenn die Kapsel konsequent vor dem Essen mit kaltem Wasser eingenommen wird.
Bei bekannter Allergie auf Eukalyptusöl oder Süßorangenöl darf das Präparat nicht verwendet werden. Bei Beschwerden, die länger als eine Woche anhalten, bei Fieber oder eitrigem Auswurf sollte ein Arzt aufgesucht werden.
Zusammenfassung
GeloMyrtol forte ist ein pflanzlicher Schleimlöser bei Sinusitis und Bronchitis. Die magensaftresistenten Kapseln sichern eine gute Verträglichkeit, die systemische Wirkung entfaltet sich in den Atemwegen.
Hinweis: Dieser Artikel dient ausschließlich Informationszwecken und ersetzt keinen ärztlichen Rat. Lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
Quellen
